THOMAS REIS

Pressezitate zu „REISPARTEITAG“

„An dieser Stelle wird höchst selten eine unumwundene Empfehlung für einen Kabarettbesuch ausgesprochen. Der “Reisparteitag” von Thomas Reis schreit aber geradezu nach einer Ausnahme.
Es gibt derzeit keinen politischen Kabarettisten in Deutschland, der so mutig, so schonungslos, so offensiv und ohne Rücksicht auf jegliche Tabus ein derart dichtes, sprachlich brillantes und atemlos orchestriertes Programm auf die Bühne bringt. Punkt.
….Ein satirisches Sperrfeuer, ein kabarettistischer Gewaltakt. Die Messlatte liegt jetzt sehr hoch. Live erleben!“
General-Anzeiger Bonn

„Tolle Premiere…
Achterbahnfahrt durch alle Untiefen menschlichen Zusammenlebens…
Bei ihm ist im Gegensatz zu vielen anderen Kabarettisten nichts vorhersehbar. Wortgewaltig, scharfsinnig, intelligent und vor allem völlig abgefahren sorgt ein irrer Zyniker für eine Überraschung nach der nächsten.“
Kölner Stadt-Anzeiger

„Thomas Reis, schon mit seinen beiden vorigen Programmen gerngesehener Gast in der Käs, bleibt sich auch in seinem neuen Solo “Reisparteitag” treu. Denn wie er sein Programm vornehmlich aus der Sprache entwickelt, wie er sie dreht und wendet und ihren nackten Kern präpariert, wie er Banalitäten als Weisheiten über dem Bühnenhimmel leuchten lässt oder gerade umgekehrt die Sprache der Macht als hohles Geraune bloßstellt, da erweist er sich als Meister seiner Zunft.”
FAZ

„Das ist alles hochaktuell und herrlich schräg ums Eck gedacht: ein Wust von kleinen, bösen Miniaturen, die einem mit Wucht und Lust um die Ohren klatschen und das Hirn auf Hochtouren bringen.”
Badische Zeitung

„Das ist ganz großes politisches Kabarett und der erfahrene Kabarettist und Kolumnist scheint sich mit diesem Wurf gar selbst übertroffen zu haben.“
Bonner Rundschau

„Auch wenn er bei einem Ausflug in die »Müsli-Szene« einen Parteitagsredner über die Vorzüge von »Pfandminen« und »Blockheiztorpedos« im »Öko-Krieg« räsonieren, Erich Honecker bei Markus Lanz auftreten lässt oder ungehörte Definitionen von Wirtschaftsbegriffen aus dem Englischen liefert, beweist er einmal mehr, dass er ganz konzentriert und überzeugend in Rollen schlüpfen kann…
Die gegenwärtige Bundesregierung mutiert bei ihm zum ’Who is who der Antidiskriminierungsgesetze’ und ein Mann wie Ronald Pofalla ’hätte in keiner anderen Behindertenwerkstatt eine Chance’. So manch geschliffene Formulierung dürfte eine längere Halbwertszeit haben als mancher Politiker.“
Main-Echo

Pressezitate zu „Gibt’s ein Leben über 40?“

„… darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Denn dieser Mann ist umwerfend und seine Show ein einzigartiges Feuerwerk aus Politik, Nonsens, schräger Lyrik und krauser Philosophie. Wortgewaltig und von ungezügelter Kreativität spielt sich der Altkabarettist durch ein zweistündiges Programm, facettenreich und dicht, bei dem er sein Publikum keinen Moment lang aus den Augen verliert.“
Badische Zeitung

„Präziser Blick für den Zeitgeist. Es wird über Politik (ein bisschen), Sex im Alter (ein bisschen mehr) und Lebensstilfragen (viel) diskutiert, und dabei erzählt Reis völlig verrückte Geschichten…. Reis‘ Gesellschaftsporträt ist von großartigem Humor und trifft die Mainstream-Phänomene (wie die Nena-Retrokultur) mit knapp gehaltenem Witz. Für den dichtenden Bohlen etwa hat er nur einen einzigen Kommentar übrig: „Wer sich für das Geschlechtsleben von Pantoffeltierchen interessiert, ist doch ein Schuhspanner.“ Bei seinen Wortspielereien provoziert er gelegentlich den Kalauer. Bei seiner satirischen Zivilisationskritik dagegen wird jedes Klischee stets sprachmächtig sublimiert. ’Wenn Krieg nur noch bei arte übertragen wird, sinkt die Quote, und dann ist Frieden’, lässt Reis eine Grundschülerin fantasieren. Das ist gewiss keine humoristische Gerontohilfe, sondern Kabarett als herrlich gemeine Zeitgeistanalyse für Über- wie Untervierziger.“
Kölnische Rundschau

„Reis… zeigt sich als stringent arbeitender Kabarettist. … liefert ein Stück satirischer Gegenwarts-Analyse, wie sie intelligenter und schlagfertiger kaum sein könnte.“
Kölner Stadt-Anzeiger

„Reis behandelt ein nicht gerade neues Sujet, aber er tut es auf eine außerordentlich komische Weise. Sein Bühnen-Ich, ein ’schwer vermittelbarer Langzeitbeziehungsloser’ im braunen Cordanzug, entdeckt plötzlich sein Faible für Besucherpantoffeln, betreibt Rasenmähen als Extremsportart und kultiviert als höchste erotische Obsession den ’flotten Zweier’.”
Trottoir

„Thomas Reis – ein Titan der Sprachgewalt… gnadenlos gut.”
Badische Neueste Nachrichten

„Scharfe Wortakrobatik trifft Kleingeist… Reis macht sich zeitgemäße Sprachtendenzen zu Eigen und schüttet seinen beißenden Zynismus einfach über allem aus. In dieser Perfektion konnte das in Deutschland bislang nur einer und der genießt gerade seine kreative Schaffenspause irgendwo in der Schweiz.”
Westdeutsche Zeitung

„Ein kabarettistisches Feuerwerk aus Wortklauberei, bestens inszenierten Rollenspielen und mimischen Possenstücken, die ihn selbst an Schnelligkeit zu überholen scheinen.”
Schwäbische Zeitung

„Seiner schier endlosen Fülle an Bonmots und des unüberschaubaren Facettenreichtums seiner Erzählungen kann man sich mit der Zeit nicht mehr entziehen. Spätestens nach der Pause, als mehr und mehr skurrile Geschichten von kafkaesker Stimmung die Zoten unterspülen, merkt man, dass der Mann vor Ideen und abseitigen Gedanken offensichtlich überschäumt, seine Pointendichte den Dialogen eines Billy-Wilder-Films gleicht.”
Frankfurter Rundschau

„Wenn er munter Kalauer mit sinnlosem Blödsinn und treffender Satire mischt, alltägliche Begebenheiten zur Groteske steigert oder haarsträubende Albträume, wie sie wohl nur ein Kabarettist haben kann, zum besten gibt, dann ist Reis in seinem Element.”
FAZ

„Von so viel Stoff zehrt ein Durchschnitts-Kabarettist fünf Programme lang. Glänzend, wie einer so viele Rollen mit Wiedererkennungswert beherrscht und dabei noch brillant formuliert. tz-Rose der Woche.”
tz, München

„Hier ist ein Virtuose am Werk, der behände die Rollen wechselt.”
AZ, München

Pressezitate zu „Machen Frauen wirklich glücklich?“

„…ein kabarettistischer Orkan!“
Schwäbische Zeitung

„… der Berserker im deutschen Kabarett. Mal Monster, mal Dame.“
Wiesbadener Kurier

„Ja, es klingt schlimm. ’Machen Frauen wirklich glücklich?` klingt nach Frauen- respektive Männer-Zeitschrift. Nach der Lektüre des Programmheftes hat man ein Bild im Kopf – und ist im Fall von Thomas Reis umso überraschter und dankbarer, dass es nicht stimmt. Es ist gar nicht schlimm. Es ist sehr komisch. … Bis kurz vor Mitternacht steht er auf der blanken Bühne, unterstützt nur von zwei hyperaktiven Augenbrauen, die wilde Tänze vollführen. Das hat Charme. Auch ein paar Exkurse in’s Politische kann sich Reis durchaus erlauben. Ergo: Der Mann hat bessere Kabarettpreise verdient als den Gaul von Niedersachsen.“
Süddeutsche Zeitung

„… ein Meister der Dialekte und Stimmimitation. Das Thema Frauen und die Frage, ob sie glücklich machen, bietet für Reis lediglich ein Gerüst, eine Grundlage für politische Seitenhiebe, philosophische Fragestellungen und Ausflüge in die Literatur.“
Rhein-Zeitung

„Thomas Reis brilliert mit der Nonchalance derer, die auch dann noch obenauf sind, wenn erbarmungslos auf ihnen herumgeritten wird. Er ist keiner, der auf dem Rücken der Frauen billige Späße macht. Thomas Reis ist in seiner Vorgehensweise subtiler. Bei ihm heißt es: Frauen sind in der Regel zwar schwierig, schmieren aber gleichzeitig die Reibungspunkte der Geschlechter. … Eine äußerst kurzweilige Psycho-Analyse der gesamtgesellschaftlichen Gegenwart.“
Main-Echo

„…Immer souverän am Abgrund der Schmierenkomödie entlang tänzelnd, und dabei schaut er seinen schrägen Figuren warmherzig, aber unerbittlich analytisch in die krausen Herzen und Hirne.
Ob als weibliche Bauchmenschen oder männliche Schwanzfüßler, ob als Weichei, Macho, Dumpfbacke oder Fundamentalist — als eine Art multiple Persönlichkeit karikiert Reis gnadenlos, immer aber facettenreich und feinsinnig. Am Ende werden selbst Skeptikerinnen unsicher: Ist das gar ein Feminist im Wolfspelz?“
Badische Zeitung

„Rüdiger der Selbstmordkandidat, Generation-Praktikumsopfer Dennis, der fundamentalistische Moslem Abdullah-Fritz, Kermit der Frosch und viele mehr stehen mit Reis auf der Bühne. Insbesondere die heiratswütige Ex-Frau Hilde reißt ihn zu allerhand Erkenntnissen über Frauen an und für sich hin. ’Frauen und Vernunft… Frauen sind so irrational, sie kennen uns Männer und trotzdem erwarten sie irgendetwas von uns.`“
Bonner General-Anzeiger

„Wie ein Chamäleon wechselt Reis seine Rollen, poltert mal auf sächsisch los oder philosophiert sanft auf wienerisch und punktet mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten.“
Bonner Rundschau

„Das Problem Frau beleuchtet Reis aus jeder nur denkbaren Perspektive. Als dröger Schäferhundbesitzer etwa ist ihm das weibliche Geschlecht sehr suspekt: ’Frauen hören nicht auf einfache Kommandos wie Sitz! oder Platz!, sie klettern auf´s Sofa und wollen mit im Bett schlafen.’ Auch in Sachen Intuition entpuppt sich das Weib als lästig: ’Sie ahnt, was er sagen will, sagt´s dann selbst und unterstellt es ihm.‘“
Mainzer Rheinzeitung

„Reis, zum vielfach preisgekrönten Kabarett-Establishment in Deutschland zählend, ist mit Gaben fast überreich gesegnet: Immer atemberaubend schnell und witzig, wieselflink Sprüche, Bilder und Begriffe assoziierend, Stimmen und Rollen (darunter die seines aus dem Bauch redenden alter ego ’Kermit’) wechselnd, und zudem jemand, der mit seinem Wortwitz und Ideenreichtum geradezu ausschweifend verschwenderisch umgeht.“
Tauber-Zeitung

„Der Abend erwies sich als perfekter Wegweiser ins Nirgendwo, das den Menschen zufrieden glucksen lässt. …der geborene Frauenversteher!“
Wermelskirchen

„Trotz aller Geschlechterkriegs-Betrachtungen ist das Programm eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, bei dem ’die Frauen’ nur Vehikel für die Gesellschaftskritik sind. Dass dies verstanden wurde, konnte man gerade am langanhaltenden und auch von den anwesenden Damen gespendeten Schlussapplaus erkennen. Reis isr ein Kabarettist, der diesen Namen verdient und kein Comedymacher, bei dem der Fernseher von alleine lacht.“
Badische Neueste Nachrichten

 

Laudatio anlässlich der Verleihung des Handelsblatt-Kabarettpreises 2007 an Thomas Reis (von Kay S. Lorentz, Kom(m)ödchen Düsseldorf)

Es gibt Programme, die machen neidisch. Weil man sie selbst gerne geschrieben, gespielt oder wenigstens produziert hätte. Es gibt Grundideen, die so bestechend sind, dass sich die ganze Szene fragt: Warum hatten wir nicht die Idee. Bei Thomas Reis reicht schon der Titel seines Programms und dessen Wirkung, um eine Vielzahl von Kabarettisten mehr oder weniger neidlos anerkennen zu lassen: Ja, das isses. Ein Glücksgriff.

Das aktuelle Programm von Thomas Reis trägt den simplen Titel „Gibt’s ein Leben über 40?“ – und damit hat der Kölner Kabarettist so präzise den Nerv der Zeit und seines Publikums getroffen, dass sein Programm auch nach 400 Vorstellungen immer noch läuft und läuft und läuft. Sein nächstes Programm wird übrigens heißen: „Machen Frauen wirklich glücklich?“ – und auch das ist bekanntlich eine Frage, die sich mindestens 50 Prozent der Menschheit tagtäglich stellt. Macht also weltweit 3 Milliarden potentielle Zuschauer.

Aber es soll kein falscher Eindruck entstehen: Thomas Reis ist nicht etwa ein Verpackungskünstler, der einem zugkräftigen Titel flaue Inhalte folgen lässt. Seine Programme sind wortgewaltige Bestandsaufnahmen unserer Gegenwart, sie zeugen von kritischem Geist und analytischem Verstand, und schon manch einer mag sich nach seinem Programm von Thomas Reis gefragt haben, wie man als Akteur in zwei Stunden so viel reden kann, wie man als Zuschauer so viel denken kann, und wie gleichzeitig alle Beteiligten dabei noch einen solchen Riesenspaß haben können. Sieht man das Publikum, wenn es nach eine Vorstellung von Thomas Reis den Saal verlässt, so sieht man beseelte, erfüllte und von Lachtränen benetzte Gesichter. Mehr kann man sich als Theaterleiter nicht wünschen. Keine Frage – dieser Mann hat ihn verdient, den Handelsblatt-Preis 2007.