MARK BRITTON

Ohne Sex geht's auch (nicht)!

Happy Birthday, wir sind 50! Willkommen in den Wechseljahren! Bei den Frauen springen die Eier nicht mehr – und bei den Männern auch nicht. Ja, auch die Männer erleben ihre Wechseljahre. Aber die Symptome sind verschieden. Bei Frauen: Depressionen, Schlaflosigkeit und Hitzewallungen. Bei Männern: der Impuls, einen Porsche zu kaufen.

Ein Leben ohne Sex ist möglich – aber keins ohne Brille.

Vertrauen ist in der Beziehung inzwischen wichtiger als Erotik. Heutzutage ist es mir egal, wohin und mit wem meine Frau abends ausgeht, solange ich sie nicht begleiten muss. Meine aktuelle Lieblingsstellung? Liegend auf dem Sofa – mit den Füßen hoch. Und ohne Zweifel bin ich immer noch gut im Bett – ich bleibe auf meiner Seite, schlafe sofort ein und schnarche nicht!

Aber ganz so einfach ist es für uns Männer doch nicht. Denn der Untergang des Alpha-Männchens in der Familie vollzieht sich genauso rücksichtslos wie in der Natur: Der Teenager-Sohn ist morgens schneller im Bad, mittags schneller am Kühlschrank und abends schneller an der Fernbedienung. Kein Wunder, wenn der „Gute-Laune-Bär“ zum muffigen „Silberrücken“ mutiert. Hoffnung verhieße vielleicht noch eine Penis-Verlängerung und eine Viagra-Therapie. Und wenn das auch nicht klappt, kann man zum Trost ja immer noch sein i-Phone streicheln.

Aber halt: Die Schlacht ist noch nicht vorbei. Wir sind zu jung, um schon alt zu sein! Wir wissen nur nicht genau, wo wir stehen im Niemandsland zwischen Teenager und Rentner. Wir erleben eine zweite Pubertät, nur dieses Mal ohne Pickel, aber mit Prostata-Stress. Wir machen Party, aber mit Ohrstöpseln. Wir machen Freiklettern, aber mit Bandscheibengurt. Wir machen uns frei für die Darmuntersuchung. Wir machen uns ein neues freies Leben – aber nur mit Rücktritt-Versicherung!

 

“Der wieder einmal glänzend aufgelegte Britton … verquickt … die Themenfelder Älterwerden mit dem ewigen Klassiker Mann und Frau. Da könnte die Klischee-Warnleuchte ordentlich ins Rotieren kommen. Tut sie aber nicht. Weil Mark Britton sich nicht mit den nur allzu bekannten Pointen zufrieden gibt. Und weil er wieder einen Comedy-Kraftakt vollführt, der mitreißt.” (Hagen Haas, Bonner General-Anzeiger)

 

“Überhaupt, die Geschichten: ganz normal erzählt, wie beim Feierabendbier – bis zu dieser getanzten Drehung des ganzen Körpers. Denn dann geht es richtig los! Jetzt werden die Charaktere dargestellt und ausgespielt. Britton wuselt dabei auf der Bühne herum, wie ein Furz im Gurkenfass. Er agiert schnell, ohne hektisch zu sein. Gekonnt fällt er hin, tänzelt, schneidet Grimassen und lässt mit seiner Zunge, seinem Gaumen und seinem Kehlkopf eine atemberaubende Geräuschkulisse entstehen.” (Gilles Chevalier, Live & lustig Berlin)