PAUL MOROCCO & OLE !

Die Künstler

PAUL MOROCCO

Wie schon der Name vermuten lässt, stammt Paul Morocco nicht von hier. Die Legende besagt, dass er sein Elternhaus in Virginia Beach in den USA seinerzeit verließ mit nichts, als einem Lächeln auf den Lippen, einer spanischen Gitarre und dem Gelübde, niemals langweilig zu werden.

1987 kam Paul nach London, um sich seine ersten Brötchen als Straßen-Entertainer im Covent-Garden-Viertel zu verdienen. Er bereiste die Insel und das Festland mit einer Soloshow, die akrobatisches Varieté mit frecher Stand-up-Comedy mixte und einen Hauch von Sägespänen über die harten Bretter der Bühnenwelt wehen ließ.

Seine marokkanische Mutter vererbte ihm ein Faible für mediterrane Sinnenfreude und explosive Energie. So verlor er sein Herz an den Flamenco, dessen Narzissmus und Macho-Allüren er in seinen Shows liebevoll auf die Schippe nimmt. Wild stampft er über die Bühne, traktiert seine Gitarre, bis die Saiten reißen, und läßt sich mit Pingpongbällen, Südfrüchten und Eiern bewerfen. Weitere seiner spektakulären Fähigkeiten zu erwähnen, verbietet ihm seine sprichwörtliche amerikanische Bescheidenheit.

Für seine erste abendfüllende Show, »Paul Morocco and the EC Big Band«, scharte er eine Truppe Gleichgesinnter um sich. Gemeinsam machten sie England und das europäische Festland unsicher. 1993 wurde das Baby in »Olé!« umgetauft.

Seine jüngste Olé-Show mit noch verrückteren Gitarren- und Tanzeinlagen wurde im Sommer 1997 im Just for Laughs Festival in Montreal uraufgeführt, war der Hit des Edinburgh Festivals im gleichen Jahr und tourt seither durch Europa.

Paul Morocco war in zahlreichen TV-Programmen rund um die Welt zu Gast und erhielt verschiedene Auszeichnungen, so den Daily Express Award als Neuentdeckung des Jahres 1992 und den British Gas Award als beliebtester Act des Edinburgh Festivals.

Zu seinen Fernseh-Credits zählen u.a. »Tonight with Jonathan Ross«, »Generation Game« und »Friday Night with Wogan« in England, viele andere TV-Shows in Frankreich, Italien, Holland, der Schweiz, Spanien usw. sowie in Deutschland die »Harald Schmidt TV Gala«, »Lippes Lachmix«, die »RTL Nacht Show«, die »Köln Comedy TV Gala«, die »Sissy-Perlinger-Show«, die »ZDF Silvester Gala«, »Ran Fun«, »3sat Kleinkunstfestival«, »TV total« u.s.w.

GUILLERMO DE ENDAYA

Geboren in Bilbao, Spanien. Im Alter von 14 Jahren begann er Gitarre zu spielen. An der Universität des Baskenlandes studierte er Kunst und machte einen Abschluss als Videofilmer. Gleichzeitig studierte er Musik (Gesang und Klarinette) am Konservatorium in Leioa (in der Nähe von Bilbao) und spielte als Schlagzeuger in der Big Band von Bilbao.
In Spanien und in Deutschland, wo er seit 1990 lebt, leitete er verschiedene Bands als Sänger, Gitarrist und Komponist. Außerdem trat er als Solokünstler (Gitarre und Gesang) mit seinem umfangreichen Repertoire auf, das von eigenen Kompositionen über Pop und Rock bis zu Jazz-Standards reicht.
Mit seiner “Gentleman”-Figur und seinem internationalen Songrepertoire bestreitet er seit 1996 ein Drittel des Trios “Olé”.

MARCIAL HEREDIA

Marcial Heredia wurde als Spross einer spanischen Zigeuner-Dynastie in Granada geboren.
Seit den Zeiten seines Großvaters ist seine Familie unter ihrem Künstlernamen »Los Garbanzos Heredia« eine bekannte Größe der Flamencoszene. Fast alle Verwandten Marcials singen, tanzen oder spielen Gitarre in verschiedenen Shows in Granada und Malaga.
Marcial begann mit sieben Jahren Gitarre zu spielen. Er lernte Flamencogitarre bei seinem Großvater und Jazzgitarre bei dem Engländer Mike Jingle.
Seit Kindesbeinen steht er in den verschiedensten Shows gemeinsam mit seiner Familie auf der Bühne, z.B. im 'Tablao' El Rincon, Nerja in Malaga, oder bei TV-Shows wie »Entre dos Mares«.
Außerdem hat er mit verschiedenen Shows Europa bereist und spielte in Deutschland, Frankreich und Spanien mit berühmten Flamencokünstlern wie Jose Merce, La Susi and Los Habichuelas. In Belgien bestritt er Shows in verschiedenen Theatern zusammen mit dem Jazzgitarristen Nono Garcia und spielte mit dem berühmten Saxofonisten Jorge Prado.
In London begegnete er Paul Morocco, mit dem er seit 1997 – mit Unterbrechungen – in der Produktion »Olé!« zusammenarbeitet.
Mit seiner langen schwarzen Lockenpracht, dem üppigen Brusthaar und dem unübersehbaren Goldkettchen ist er das Bilderbuchexemplar eines südspanischen Machos – aber eines Machos mit Schalk im Nacken, der immer wieder gerne den Kitsch solch vergötterter Flamencogrößen wie Joaquin Cortes auf die Schippe nimmt.